Magnesiummangel

Bei akutem Magnesiummangel treten sehr unspezifische Beschwerden wie bspw. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen auf. (© rodjulian – Fotolia.com)

Nur etwa 0.3% des Gesamtmagnesiums sind im Blutplasma gelöst. Durch Freisetzung aus den internen Kompartimenten kann der Organismus bei Magnesiummangel seinen Magnesiumbedarf decken.
Im Alter ist ein reduzierter Gesamtgehalt an Magnesium typisch, während der Magnesiumspiegel im Blut nahezu unverändert sein kann [1].

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt Referenzwerte für die empfohlene tägliche Zufuhr von Magnesium an. Demnach wird der Magnesiumbedarf gesunder Erwachsener bei Männern durch die tägliche Aufnahme von 350 Milligramm Magnesium gedeckt, bei Frauen durch 300 Milligramm Magnesium. Für Jugendliche und junge Erwachsene, Schwangere und Stillende wird ein etwas erhöhter Bedarf vermerkt.

Deckt unsere Ernährung den Magnesiumbedarf?

Nach einer 2008 veröffentlichten, vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Auftrag gegebenen Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Deutschen, der Nationalen Verzehrsstudie II, nehmen im Schnitt 26% aller Männer und 29% aller Frauen nicht genügend Magnesium auf. Unter den jungen Frauen der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre ist der Anteil der mit Magnesium Unterversorgten mit 56% besonders hoch. Auch der Anteil der älteren Personen, die unzureichende Mengen Magnesium zu sich nehmen, ist etwas höher als ein Drittel.

Magnesiummangel (auch als Hypomagnesiämie bezeichnet) kann zunächst offensichtlich durch eine unzureichende Aufnahme von Magnesium mit der Nahrung verursacht werden. Ernährungsgewohnheiten, bei denen Vollkornprodukte, Blattgemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse keine große Rolle spielen, leisten Magnesiummangel Vorschub.

Magnesiummangel durch gestörte Aufnahme und Ausscheidung

Zum anderen kann Magnesiummangel durch Störungen der Aufnahme durch die Darmwand beziehungsweise erhöhte Ausscheidung durch die Nieren entstehen.

Phosphate, beispielsweise aus Wurstprodukten, Phytate aus Getreide und Oxalat aus Rhabarber oder Gemüse binden im Darm Magnesium aus der Nahrung und können so seine Aufnahme ins Blut behindern. Chronische Darmentzündungen stören ebenfalls die Magnesiumresorption im Darm. Durchfallerkrankungen können zu Magnesiumverlusten führen.

Die Magnesiumausscheidung durch die Niere wird durch Diuretika (dazu zählen nicht nur harntreibend wirkende Medikamente, sondern auch Tee, Kaffee und Alkohol) gefördert. Ketoazidose, die Übersäuerung des Blutes, die bei Diabetes, Alkoholkrankheit oder in leichter Form auch beim Fasten oder in der Initialphase kohlenhydratreduzierter Diäten entsteht, bewirkt ebenfalls eine erhöhte Magnesiumausscheidung mit dem Urin. So haben insbesondere Diabetiker und Alkoholkranke ein gesteigertes Risiko, an Hypomagnesiämie zu leiden [1]. Sportler und Schwerarbeiter müssen mit Magnesiumverlusten durch verstärktes Schwitzen rechnen.

Auch bestimmte Medikamente können dem Körper Magnesium entziehen. Dazu gehören

  • Magensäureblocker (Protonenpumpenhemmer)
  • Abführmittel
  • viele Antibiotika
  • diuretisch wirkende blutdrucksenkende Mittel
  • ZNS-Stimulantien wie Ritalin
  • Corticosteroide
  • estrogenanaloge Verhütungsmittel und Hormonersatztherapeutika
  • Chemotherapeutika

Genetisch bedingte Störungen der Magnesiumaufnahme und -ausscheidung treten mit einer Häufigkeit von etwa einem Prozent auf.

Magnesiummangel – Symptome

Chronischer Magnesiummangel fördert die Entstehung von Osteoporose, Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen. Supplementierung mit Magnesium kann darüber hinaus bei hohem Blutdruck, Nervosität oder Niedergeschlagenheit und vielen Altersbeschwerden günstig wirken.

Magnesiummangel bleibt oft unterschwellig und zunächst nahezu symptomfrei. Zu den ersten Hinweisen auf einen Magnesiummangel gehören vorwiegend relativ unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Ängste und Depressionen. Wadenkrämpfe und Lidzucken können ebenfalls Magnesiummangelsymptome sein. Magnesiummangel ist weiterhin auch mit Kalzium- und Kaliummangelzuständen assoziiert.

Ein kritischer Magnesiummangel resultiert in Taubheitsgefühlen, Kribbeln, tetanischen Muskelkrämpfen, neurologischen Ausfällen und Krampfanfällen, Persönlichkeitsveränderungen und Herzrasen beziehungsweise unregelmäßigem Herzschlag. So schwere Fälle werden aber bei ansonsten gesunden Personen kaum gesehen. Sie hängen meist mit der Einnahme von Medikamenten zusammen oder sind postoperative Folgen großer abdominalchirurgischer Eingriffe.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

[1] Hypomagnesemia in patients with type 2 diabetes. P.C.Pham, P.M.Pham, S.V.Pham, J.M.Miller, P.T.Pham. Clinical Journal of the American Society of Nephrology (2007).

[2] Magnesium homeostasis and aging. M.Barbagallo, M.Belvedere, L.J.Dominguez.
Magnesium Research (2009).

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